EQS - Führt die Issuer Direct die Probleme ans Licht?

von shuntifumi (Kommentare: 0)

Führt die Issuer Direct die Probleme ans Licht? Die Frage, inwieweit diese (kleine) Beteiligung am Ende wirklich Früchte trägt, stand seit Beginn im Raum. Bisher hat niemand Fragen gestellt, weil der Kursverlauf der Issuer stimmt(e). Das wird sich mit den Q3-Zahlen am 15.11.2018 aber ändern. Denn es wird Abschreibungen geben und damit wohl auch Fragen.

Der Kaufpreis betrug vor gut einem Jahr 3,64 Mio. USD. Die Wertentwicklung (ohne etwaigen Paketzuschlag) sah bisher wie folgt aus:

31.12.2017 = 5,36 Mio. USD
31.03.2018 = 4,96 Mio. USD
30.06.2018 = 5,81 Mio. USD

Mit den Zahlen zum 30.06.2018 hatte man erst die Bewertungsmethode geändert und die Beteiligung nun "at fair value" angesetzt. Dies führte zu einem Sonderertrag von 2 Mio. Euro (nicht Dollar), was aus einem EBIT von -1,1 Mio. Euro einen Gewinn von 0,9 Mio. Euro machte.

Nun ist der Kurs nach dem 30.06.2018 aber deutlich zurück gekommen:

30.09.2018 = 4,47 Mio. USD
17.10.2018 = 4,38 Mio. USD

Was zwangsläufig zu einer Abwertung führen wird. Umfang aktuell 1,34 Mio. USD, also etwa 1,16 Mio. Euro. Es ist also damit zu rechnen, dass man per 30.09.2018 einen Verlust meldet. Der Kurs ist dafür m.E. noch erstaunlich fest. Ich hatte mich schweren Herzens vor einer Weile von der Hälfte meiner Aktien getrennt. Ich sehe jedoch aktuell (noch) keinen Grund für einen weiteren Kursanstieg. Das neue COCKPIT lässt noch auf sich warten. Davon wird wohl vieles abhängen.

Weitere eher negative Nachrichten gab es im Bereich der Directors Dealings. Dort waren in den letzten Tagen (wieder) einige nennenswerte Insiderverkäufe (08.10.2018 und 16.10.2018) zu finden:

Peter Conzatti (Aufsichtsrat)
5.000 Stück ... 70,00 Euro ... 350.000 Euro
2.000 Stück ... 72,50 Euro ... 145.000 Euro

Sana Skoko (nahestehende Person von Peter Conzatti)
3.000 Stück ... 70,00 Euro ... 210.000 Euro
2.000 Stück ... 72,50 Euro ... 145.000 Euro

In Summe 850 TEUR (bzw. 0,8 % des Grundkapitals) und alles Verkäufe. Ein (Neu-)Einstieg vor den Zahlen scheint daher weniger ratsam. Es ist eher zu überlegen, die Position komplett glattzustellen.

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