Bastei Lübbe - Die Verbindlichkeiten

von shuntifumi (Kommentare: 0)

Hier mal eine kleine Zusammenfassung (für alle Interessierten) zu den Finanzverbindlichkeiten von Bastei Lübbe.

Eine gute Übersicht findet ihr auf Seite 103 (19. Finanzielle Verbindlichkeiten) im letzten Geschäftsbericht:

https://www.luebbe.com/.../GB_2017_DE_online.pdf

Der Konsortialkreditvertrag lief ursprünglich bis 2021. Nachdem die Kriterien durch die Abschreibungen etc. gerissen wurden, hätten die Banken kündigen können (daher als kurzfristig umgegliedert), was sie jedoch nicht taten. Zuletzt hieß es von BL hierzu:

„… Mit Schreiben vom 18. Juli 2018 hatten die Kreditgeber einer Prolongation des Konsortialkreditvertrages bis zum 31. März 2020 zugestimmt. Mit Datum vom 17. Oktober 2018 wurde ein entsprechender Kreditvertrag mit aktualisierten vertraglichen Regelungen unterzeichnet. …“ (siehe Nachtragsbericht - https://www.luebbe.com/.../MASTER_Q2_Mitteilung_DE__final_.pdf)

Im nächsten Bericht (Q3 am 14.02.2019) werden es dann also erst mal wieder langfristige Verbindlichkeiten sein. Mit dem Geschäftsbericht 2018/2019 (11.07.2019) dann wieder kurzfristige Verbindlichkeiten. Grundsätzlich wäre also schon ein Showdown Richtung 31.03.2020 möglich. Ich rechne jedoch nicht damit, weshalb ich hier mit kleinem Anteil dabei bin.

Ich denke, dass die Sanierung funktionieren kann. Ich setze insoweit auf Carel Halff und seine Branchenexpertise. Im Prinzip stellte er ja ein EBIT von (mindestens) 6 Mio. Euro p.a. ab 2019/2020 in Aussicht. Bei 5 Mio. Euro Abschreibungen p.a. wären das mindestens 11 Mio. Euro EBITDA. Damit sollte dann auch eine deutliche Steigerung des Free-Cash-Flow möglich sein.

Außerdem steht ja noch das Thema Daedalic aus. Hierzu hieß es nur:

„… Der im August gestartete M&A-Prozess zur Klärung der strategischen Optionen für die Daedalic Entertainment GmbH verläuft planmäßig. …“.

Meines Erachtens will man schon verkaufen. Dürfte nur etwas dauern, einen Käufer zu finden (der auch etwas bezahlt). Ich kann nicht abschätzen, welchen Preis man hier womöglich erzielen kann. Da hier aber Verluste raus kamen, wird es wohl nicht viel sein. Ein Verkauf dürfte jedoch in jedem Falle die absolute als auch die Netto-Verschuldung von BL reduzieren, auch bei einem symbolischen Euro. Das aktuelle Börsengeschehen ist einem Verkauf ja leider nicht gerade zuträglich. 

Zur Verschuldung selbst hieß es ja zuletzt nur:

"... Die Finanzplanung des Bastei Lübbe-Konzerns geht weiterhin davon aus, dass die Netto-Verschuldung zum 31. März 2019 auf dem Niveau des Vorjahres (30,1 Mio. Euro) liegen sollte. ...".

Hier würde ich schon ganz gerne Fortschritte sehen, was eine Reduktion betrifft.

Subjektiv positiv betrachte ich die Aussagen zu möglichen Portfolioerweiterungen. Nicht, dass ich diese aufgrund der aktuellen Verschuldungssituation sonderlich befürworte, allerdings bedeuten diese Aussagen für mich, dass eine Finanzierung seitens der Banken möglich zu sein scheint. Insoweit sehe ich den im März 2020 auslaufenden Kreditvertrag etwas weniger kritisch. Eine KE würde ich auf dem aktuellen Kursniveau eher ausschließen.

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